Ende letzter Woche hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass Kommunen Straßen oder Gebiete für Dieselautos sperren können, um so…

Studie belegt: Auch ein schneller Anstieg von Stickoxid kann das Herzinfarktrisiko erhöhen

 

Ende letzter Woche hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass Kommunen Straßen oder Gebiete für Dieselautos sperren können, um so die Einhaltung von Grenzwerten zum Gesundheitsschutz sicherzustellen. Ausgangspunkt der jetzt vom Bundesverwaltungsgericht getroffenen Entscheidung war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Einhaltung der Grenzwerte für Stickoxide, die größtenteils aus Diesel-Abgasen stammen. Zuerst geklagt hatte die DUH an den Verwaltungsgerichten in Stuttgart und Düsseldorf. 

 


Und erste Städte, die das Fahrverbot umsetzen wollen, stehen bereits in den Startlöchern, angeführt von Hamburg, Stuttgart oder Berlin. Abseits der ganzen Diskussion um die Probleme, die nun auf Besitzer von Dieselautos zukommen, z.B. wer für entstehende Kosten haftet und wie das Ganze praktisch umgesetzt werden kann, hat die Entscheidung aber noch eine Komponente, die in der Betrachtung bislang leider viel zu kurz kam: der gesundheitliche Aspekt möglicher Fahrverbote.

Auch wenn aktuell wieder zahlreiche „Experten“ gebetsmühlenartig versichern, dass kaum ein Zusammenhang zwischen Dieselautos in den Innenstädten und der Luftverschmutzung besteht, scheint das Thema für Herzpatienten doch eine besonders hohe Relevanz zu haben. 

 


Das hohe Stickoxidkonzentrationen gesundheitsschädlich sind und auch das Herzinfarktrisiko erhöhen, vor allem wenn sie bestimmt Grenzwerte überschreiten, ist vielen bekannt. Forscher der Universität Jena wiesen aber jetzt in einer epidemiologischen Studie nach, dass sich das kurzfristige Risiko für einen Herzinfarkt auch dann erhöht, wenn der Stickoxidgehalt in der Umgebungsluft innerhalb von 24 Stunden rasch ansteigt. Selbst dann, wenn die allgemein als gesundheitsgefährdend gesetzten Grenzwerte nicht überschritten wurden.

Laut Studien-Koautor Prof. Dr. Matthias Schwab hat sich: „das akute Herzinfarktrisiko in unserer Studie in etwas verdoppelt, wenn die Stickoxidkonzentration innerhalb eines Tages um 20 Mikrogramm pro Kubikmeter anstieg.“

 


Fazit: Damit erhöht sich also das Risiko von Herzinfarkten nicht nur, wenn man einer sehr hohen Stickoxidkonzentration ausgesetzt ist, sondern auch dann, wenn diese innerhalb kurzer Zeit sehr schnell ansteigt. Und das bedeutet, dass Stickoxide für Herzpatienten auch dann gefährlich sein können, wenn sie in scheinbar kleiner Konzentration vorkommen. Ein für Betroffene nicht zu vernachlässigender Fakt!

 


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