01. Juli 2017

Gastbeitrag von Dr. Peter Kenedi

Die Medien berichten regelmäßig über Fälle, bei denen Autofahrer einen Herzinfarkt erleiden oder…

Autofahren und Gefahren?

01. Juli 2017

 

Gastbeitrag von Dr. Peter Kenedi

 

Die Medien berichten regelmäßig über Fälle, bei denen Autofahrer einen Herzinfarkt erleiden oder am Steuer bewusstlos werden. Für viele Menschen bedeutet Autofahren Stress. Schlechte Sicht und Zeitdruck bringen den Puls zum Rasen, feuchte Hände und der Blutdruck und die Herzfrequenz steigen. Bei einer ADAC-Autorallye in Oberehe (Eifelgebirge) zeichnete CardioSecur ein 22-Kanal-EKG auf. Die Auswertung der EKG-Aufzeichnung (Abb. 1) zeigt eine Grundfrequenz von ca. 90 Schlägen pro Minute und Phasen mit einer hohen Herzfrequenz von ca. 160 Schlägen pro Minute.

 

Wie risikoreich diese hohen Frequenzen, beim Autofahren für Betroffene mit Herzbeschwerden sein können, verdeutlicht ein Beispiel aus dem klinischen Alltag:

 

Bei dem Belastungs-EKG erhöht sich die Herzfrequenz eines 65-järigen Patienten auf 130 Schläge/Minute. Dabei führt eine bereits vorhandene Verengung der Arterien (Koronarstenose) zu Herzinfarktsymptomen. Der Patient empfindet Angina pectoris Beschwerden (Brustschmerzen) und es treten deutliche EKG-Veränderungen auf, die auf die Durchblutungsstörung hinweisen.

 

Treten diese Symptome beim Autofahren auf, kann dies nicht nur für den Fahrer schnell zur Gefahr werden. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat Leitlinien (leitlinien.dgk.org) über die Fahreignung nach verschiedenen Herzkrankheiten verfasst. Hier wird ausführlich beschrieben, nach welcher Zeit ein Patient nach einem Herzinfarkt, einer Bypassoperation, Schrittmacher- oder Defibrillator-Implantation wieder Autofahren darf. Zudem besteht nach einer Herzkrankheit eine ärztliche Aufklärungspflicht, wann das Autofahren erlaubt bzw. gefährlich sein kann.

 

Durch regelmäßige Herz-Checks schätzen Sie Ihre Herz-Gesundheit besser ein und erkennen Herzschäden frühzeitig. CardioSecur bietet Ihnen die einzigartige Möglichkeit einer umfassenden EKG-Aufzeichnung mit 22-Kanälen. Dadurch ist eine bessere Erkennung von Durchblutungsstörungen (Herzinfarkt) und Herzrhythmusstörungen möglich.

 

Auswertung der EKG-Aufzeichnung während der Autorallye:

 

Die Autorallye bestand aus mehreren Phasen. Ein für den Straßenverkehr zugelassener BMW fuhr zunächst auf öffentlicher Straße, darauf folgten mehrere sogenannte Werteprüfungen auf unterschiedlichem Untergrund (Asphalt, Schotter). 

 

Weitere Informationen rund um Ihre Herzgesundheit für die Urlaubszeit finden Sie in unserem Sommer-Spezial.

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