Stress für das Herz – Der Arbeitsplatz

 

23. November 2017

 

Wir gehören zu rund 44 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland und verbringen damit die meiste Zeit unseres Lebens am Arbeitsplatz.1

 

Wir sitzen stundenlang an unseren Schreibtischen und bewegen unszu wenig, starren auf den Bildschirm und stehenunter Dauerstress. Zusätzlich vernachlässigen wir oft unsere Ernährung. Durch die körperliche Passivität verbrauchen wir zu wenig Kalorien und der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. All dies geht auf Dauer nicht spurlos an unserem Körper vorbei: Das Resultat sind Verspannungen, Rücken-, Hand-, und Augenschmerzen.

 

Was die wenigsten wissen ist, dass die oben genannten Belastungsfaktoren als Risiko für koronare Herzkrankheiten gelten. Doch schon mit kleinen Veränderungen in unserem Arbeitsalltag können wir etwas für ein gesünderes Herz-Kreislauf-System tun. Wir haben für Sie ein paar Tipps für den Arbeitsalltag zusammengestellt.

 

Ganz einfach mehr Bewegung in Ihren Alltag integrieren  1.    Steigen Sie eine Haltestelle früher aus oder suchen Sie sich einen Parkplatz nicht direkt vor dem Büro. 2.    Nutzen Sie Ihr Fahrrad so oft wie möglich. 3.    Nutzen Sie statt des Aufzugs die Treppen. Dabei müssen Sie nicht direkt in den zwanzigsten Stock laufen. Beginnen Sie einfach mit den ersten drei Stockwerken und steigern Sie sich von Woche zu Woche. 4.    Tägliche Bewegung in der Mittagspause lässt das gute HDL-Cholesterin steigen, das schlechte LDL-Cholesterin sinken und der Zuckerstoffwechsel verbessert sich. Damit wirken Sie der Arteriosklerose entgegen. Zusätzlich beugen Sie einem Nachmittags-Tief entgegen und unterstützen Ihre Konzentrationsfähigkeit.

 

Mehr Lebensqualität am Arbeitsplatz

Zeichnung von Händen, die eine Zigarette zerbrechenAuf das Rauchen zu verzichten ist die effektivste Maßnahme, um das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen zu senken. Rauchen fördert die Arterienverkalkung und führt im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt. Nach dem Verzicht fühlen Sie sich nach kürzester Zeit viel fitter. So fällt Ihnen beispielsweise Treppengehen schnell viel leichter als zuvor.

Zeichnung einer gestressten PersonStress während der Arbeitszeit kann erhebliche Auswirkungen auf Ihre Herzgesundheit haben. Durch regelmäßige Pausen minimieren Sie Ihren Stressfaktor erheblich. Zudem können Sie sich wieder besser konzentrieren. Mindestens einmal pro Stunde sollten Sie aufstehen und sich bewegen. Lüften Sie regelmäßig für ein besseres Raumklima.

Zeichnung von vier ArbeitskollegenZwischenmenschliches: Lächeln entspannt, senkt den Blutdruck und ist gut für Ihr Herz. Lästereien belasten das gesamte Team und verbreiten eine schlechte Stimmung. Höflichkeiten, Wertschätzungen und effektive Rückmeldungen der Führungskräfte, sorgen für ein gutes Arbeitsklima. Vermeiden Sie Gruppenbildungen und fragen Sie Ihre Kollegen wie es Ihnen geht. Unterstützen und loben Sie sich gegenseitig. Zudem hilft es, Probleme rechtzeitig anzusprechen. Schätzen Sie die Verschiedenheiten und Qualitäten jedes Einzelnen im Team.

Zeichnung einer gesunden SitzhaltungDie richtige Sitzhaltung ist auch gut für Ihre Herzgesundheit. Haltungsfehler sorgen nicht nur für Schäden z. B. an der Wirbelsäule, sondern auch für einen hohen Blutdruck und schädigen Ihr Herz. Setzen Sie sich mit Ihrer Hüfte weit hinten auf Ihren Bürostuhl, stellen Sie Ihre Füße flach auf den Boden, Hüfte und Knie sollten sich auf einer Linie befinden oder die Knie in einer leicht niedrigeren Position. Der Oberkörper kann leicht nach hinten gebeugt und die Armlehnen so eingestellt sein, dass die Schultern entspannt sind. Halten Sie dabei ca. 80 cm Abstand zu Ihrem Monitor. Verändern Sie regelmäßig Ihre Sitzhaltung oder arbeiten Sie im Stehen.

Grafische Darstellung der Anwendung von CardioSecurDurch regelmäßige Herzchecks können Sie schwerwiegende Herzkreislauf-Erkrankungen vermeiden. Neben dem jährlichen Herzscheck beim Arzt, gibt es mobile EKG-Systeme. Für aussagekräftige und fundierte Ergebnisse, sollten Sie dabei unbedingt beachten, dass Sie mindestens ein 12-Kanal-EKG verwenden. Nur so erkennen Sie auch kritische Ereignisse, wie z. B. einen Herzinfarkt. Erfahren Sie mehr über das mobile 15-Kanal-EKG von CardioSecur.

 

Fit durch eine gesunde Ernährung

 

Sie können das Schnitzel schon förmlich riechen? Verzichten Sie lieber auf Fastfood und fettreiche Kost in der Mittagspause. Nudeln und Kartoffeln machen zwar satt, aber auch müde und schlapp. Zudem laufen Sie Gefahr, Übergewicht anzusammeln.

Setzen Sie lieber auf viel Gemüse, Salat und eiweißreiches Fleisch wie Fisch und Geflügel. Vor allem Obst und Gemüse mit hohem Kalium- und Nitratanteil, können das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen. Gönnen Sie sich lieber einen „Cheat-Day“ am Wochenende.

Zudem ist es wichtig, ausreichend Wasser oder Tee zu trinken. Für mehr Geschmack ohne Zuckerzusatz, können Sie Obst oder Minze in das Wasser geben.

 

Kleine Veränderungen

Schon mit kleinen Veränderungen in unserem Arbeitsalltag, tun Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes: Ausreichend Bewegung auf dem Arbeitsweg und während der Arbeitszeit, eine gesunde ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Rauchen, gute kollegiale Stimmung und regelmäßige Herzchecks, helfen Ihnen gesund und fit zu bleiben.

 

Quellen:

1 Vgl. Statistisches Bundesamt: Erwerbstätigkeit in Deutschland: www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/10/PD17_382_132.html, (20.11.2017).

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