Fasten verbindet man traditionell mit den 40 Tagen vor Ostern, in denen gläubige Christen von Aschermittwoch bis Gründonnerstag 40 Tage bewusst…

Fasten vermeidet Herzinfarkt

Fasten verbindet man traditionell mit den 40 Tagen vor Ostern, in denen gläubige Christen von Aschermittwoch bis Gründonnerstag 40 Tage bewusst Verzicht üben, meistens auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten oder sogar Plastik. Diese Zeit, gibt Gelegenheit, über eingefahrene Gewohnheiten nachzudenken.

 

Fasten wird immer mehr zum Gesundheitstrend

 

Fasten entwickelt sich immer mehr zu einem Weg, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Ein Trend, der inzwischen auch weithin als Heilfasten bekannt ist und dessen Wirksamkeit auch wissenschaftlich in zahlreichen Studien für alle möglichen Formen von Erkrankungen nachgewiesen wurde.

 

Aber hilft Fasten auch bei Herzerkrankungen, Kreislauferkrankungen oder sogar nach einem Herzinfarkt?

 

Grundsätzlich vorab: Bevor Patienten mit Herzproblemen eine Fastenkur in Erwägung ziehen, sollten Sie diese immer mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Neben dem „Ob“ gilt das auch für das „Wie?“ und „Wie lange?“. Denn je weiter fortgeschritten eine Herzerkrankung ist, desto kürzer und weniger intensiv sollte meistens die Fastenkur ausfallen. Auch die Art und Weise des Fastens, z.B. über längere Entlastungs- und Aufbautage oder die Kalorienaufnahme während der eigentlichen Fastenkur, kann variieren.

 

Fasten kann Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzerkrankung reduzieren

 

Beachtet man dies und bespricht und plant eine Fastenkur mit dem Arzt, kann diese sogar als präventives Mittel gegen Herzinfarkt eingesetzt werden. So fanden Forscher des Intermountain Medical Center Institute in Murray (Utah) im Rahmen einer epidemiologischen Studie heraus, dass periodisches Fasten die Wahrscheinlichkeit von koronaren Herzerkrankungen senkt.

 

In einer weiteren Studie, die diesmal auf der Messung von Blutfettwerten (HDL und LDL) basierte, fanden die gleichen Forscher heraus, dass während des Fastens „gute“ HDL-Cholesterinwerte um sechs Prozent anstiegen, die „schlechten“ LDL-Cholesterinwerte um 14 Prozent. Der Körper produziert also während des Fastens vermehrt beide Cholesterin-Arten, um Fett statt Glukose als Energielieferant zu nutzen. Im Ergebnis werden also während des Fastens Fettzellen im Körper abgebaut, weshalb sich auch die Wahrscheinlichkeit für eine Diabetes-Erkrankung und eine koronare Herzerkrankung verringert.

 

Überwachen Sie Ihr Fasten durch regelmäßige Herzchecks mit CardioSecur.

 

Fastenkur verbessert bei Übergewichtigen Herzgesundheit nachhaltig

 

Noch deutlicher ist der positive Effekt auf die Herzgesundheit bei einer Fastenkur übergewichtiger Menschen. Studien zeigen hier, dass sich die Herzleistung von Übergewichtigen sofort verbessert, wenn sie an Gewicht verlieren. So kam zum Beispiel der Kardiologe Sándor Kovács von der Washington University (St. Louis) in einer einjährigen Untersuchung von übergewichtigen, aber gesunden, Männern und Frauen zu dem Ergebnis, dass sich deren Herzleistung sofort verbesserte, wenn die Probanden an Gewicht verloren Mit dem Verlust von Gewicht und damit einem gesunkenen Body-Mass-Index nahm die Herzelastizität zu. 

 

„Eine Gewichtsreduktion bedeutet also eine sofortige Verbesserung der Herzgesundheit, der Erfolg sei so gut wie garantiert“,verspricht Sándor Kovács. 

 

Mit vorgetäuschtem Fasten gegen die Herzmuskelverdickung

 

Wem eine Fastenkur mit tagelangem Nahrungsverzicht zu heftig erscheint oder wenn die Herzgesundheit einen solchen radikalen Schritt nicht zulässt, dem könnte sich bald mit einem „vorgetäuschten Fasten“ eine interessante Alternative bieten, um eine kalorienreduzierte Ernährung als Therapie für die Herzgesundheit anzuwenden. Dazu haben Grazer Forscher jetzt mit natürlichen Substanzen das Fasten imitiert, um dadurch eine Herzmuskelverdickung zu verhindern, hinauszuzögern oder sogar rückgängig zu machen.

 

Der an der Studie beteiligte Kardiologe Kardiologe Simon Sedej von der Med-Uni Graz, der schon länger an den Zellmechanismen und metabolischen Veränderungen forscht, die für Herzmuskelschwäche verantwortlich sind, sieht aufgrund der Ergebnisse in einer kalorienreduzierten Ernährung und den damit verbundenen Stoffwechselprozessen deutlich positive Effekte für das Herz.  Da aber ein permanentes Fasten seiner Meinung nach nicht jedem Herzpatienten zugemutet werden kann, suchen die Forscher nach Substanzen, die die metabolischen Effekte des Fastens imitieren. Und scheinen mit Spermidin bereits eine Substanz gefunden zu haben, die eine nachweisbar positive Wirkung auf das Herz hat. 

 

Spermidin, das in hohen Konzentrationen u.a. in Weizenkeimen, Sojabohnen, Erbsen, Pilzen oder Nüssen vorkommt, kann den zellulären Reinigungsprozess auch ohne Fastenperiode ankurbeln. Nach bereits sehr erfolgreichen Ergebnissen bei klinisch relevanten Tiermodellen, wollen die Forscher nun herausfinden, ob die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind.

 

Regelmäßige Überwachung mit mobilem EKG

 

Aus all den zusammengetragenen Informationen lässt sich feststellen, dass Fasten bzw. eine kalorienreduzierte Ernährung nachweislich positive Effekte auf die langfristige Herzgesundheit haben. Wobei, besonders bei bereits Personen mit Herzerkrankung nur mit ärztlicher Unterstützung festgelegt werden sollte, wie intensiv eine Fastenkur sein darf. Die dann gleichzeitig genau überwacht werden sollte.

 

Bestandteil einer solchen Überwachung, ist die regelmäßige Durchführung eines EKGs. Was früher immer mit Arztbesuchen verbunden war, ist heute einfach und von überall aus durchführbar, und das sogar in klinischer Qualität.

 

Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Smartphone und das 50 g leichte CardioSecur EKG-Kabel. Damit können Sie mobil und jederzeit in nur 3 einfachen Schritten Ihr persönliches 15-Kanal-EKG aufzeichnen und – gerade bei einer vom Arzt begleiteten Fastenkur interessant – direkt mit diesem Arzt teilen.

 

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